Donnerstag, 05 April 2018 11:50

Pollen – Auslöser von Allergien

Pollenkalender

Pollen als Auslöser von Heuschnupfen verursachen eine der häufigsten allergischen Krankheiten. Besonders Kinder und Jugendliche erkranken immer häufiger an Heuschnupfen, aber auch die Zahlen bei Erwachsenen steigen stetig an. Die Ursachen für diese Entwicklung sind noch nicht restlos aufgeklärt, es werden aber verschiedene Risikofaktoren vermutet. Hierbei spiele Umweltschadstoffe, die falsche Ernährung und seelische Probleme eine wichtige Rolle. Erbanlagen sind mittlerweile nicht mehr hauptausschlaggebend für Heuschnupfen.

Pollen sind männliche Samenzellen von Gräsern, Sträuchern und Bäumen, welche während der Blütenzeit übers ganze Jahr hinweg verbreitet werden. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Pollenallergiker das ganze Jahr über allergische Reaktionen zeigen, denn niemand ist gegen alle Pollen empfindlich. Statistisch gesehen tritt Heuschnupfen am Frühjahr/Frühling, wenn die meisten Blüten blühen, am meisten auf.

Wie wird Heuschnupfen ausgelöst?

Im Allgemeinen kommt es zu einer Allergen-Antikörper-Reaktion, auf der ein Nichtallergiker keine Reaktionen zeigt. Beim Allergiker kommt es allerdings zu einer Überreaktion des Immunsystems. Bei mehrfach Kontakt mit den männlichen Pollen im Körper wird bei Allergikern ein Überschuss an Antikörpern produziert, welches letztendlich zur Allergie führt.

 

Krankheitsverlauf

Bei einem klassischen Verlauf treten die meisten Beschwerden (je nach Wetter und Allergie) im Frühjahr auf. Die jährliche Dauer des Heuschnupfens hängt vom Allergiker persönlich ab.

Die typischen Symptome von Heuschnupfenträger sind:

  • heftiger Schnupfen mit dauerndem Niesreiz
  • Blockierung der Nasenatmung
  • Bindehautentzündungen mit brennenden, lichtscheuen, tränenden Augen
  • Kopfschmerzen
  • ggf. auch mittelhohes bis hohes Fieber

Eine mögliche Komplikation auf Dauer ist die Entwicklung von weiteren Allergien. 1/3 aller Heuschnupfenpatienten entwickeln im Laufe der Jahre Bronchialasthma. Beide Komplikationen lassen die eigentliche Allergie des Heuschnupfens abklingen.

Therapie

Wichtig bei der Therapie ist es, die Symptome nicht nur durch bloße Arzneimittel zu unterdrücken, es sollte eine ganzheitliche Therapie angestrebt werden. Vorranging sollte hier die Naturmedizin zur Stärkung des Immunsystems, z.B. durch die Umstellung der Ernährung und vermehrten Sport, angewendet werden. Wenn diese Maßnahmen alleine nicht ausreichen, dann kann auf ärztlichen Rat eine ergänzende medikamentöse Therapie angestrebt werden. 

Tipps für Allergiker 

  • Vorhersagen lassen (Pollenkalender, tagesaktuelle Vorhersagen im Radio oder auf Homepage des Deutschen Wetterdienstes, kostenlose PollenApp)
  • geschützt schlafen (Haare waschen, getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer lassen)
  • Belastungen bei starken Pollenflug vermeiden
  • Nase duschen
  • Räume wischen (saugen, putzen, Pollenschutzgitter für Fenster)
  • Kreuzallergien vermeiden (Ernährung)

 

Quelle: Leibold, Gerhard (2005): Pollenallergie, Heuschnupfen, Asthma & Co. Ganzheitlicher wirksamer Schutz des Immunsystems, 3. Auflage, Oesch Verlag, Zürich.

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