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Krisendienst - eine Errungenschaft im Landkreis

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201902 Krisendienst0180 / 655 3000, täglich rund um die Uhr: Menschen in seelischen Krisen und psychiatrischen Notlagen können sich ab sofort von 0 bis 24 Uhr an den Krisendienst Psychiatrie wenden.

Der Krisendienst Psychiatrie ist ein Angebot des Bezirks Oberbayern. Zusammen mit der Leitstelle, den kbo- Kliniken und den Trägern der Freien Wohlfahrt schließt der Krisendienst eine Versorgungslücke.

Frau Simone Strommer vom Sozialpsychiatrischen Dienst in Weilheim gibt einen Einblick in die Arbeitsweise des Krisendienstes:

 Frage: Was ist unter dem Krisendienst Psychiatrie“ zu verstehen?

Antwort: Seit April 2017 ist der Krisendienst Psychiatrie in der Region
Weilheim-Schongau unter der Telefonnummer 0180 / 655 3000 erreichbar,
täglich von  0 bis 24 Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Der Krisendienst berät alle Menschen, die selbst von einer Krise betroffen sind, sowie deren Angehörige und weitere Personen aus dem sozialen Umfeld. Bei Bedarf können innerhalb einer Stunde Krisenhelfer vor Ort sein, um akut belasteten Menschen beizustehen. Der Krisendienst unterstützt auch Kinder und Jugendliche in seelischen Krisen und natürlich auch deren Eltern.

Frage: Wer kann dort anrufen?

Antwort: Jeder. Am häufigsten melden sich Menschen mit Problemen selbst. Aber natürlich können sich auch Angehörige, Freunde, Nachbarn und Fachstellen an den Krisendienst wenden.

Frage: Welche Hilfemöglichkeiten werden angeboten?

Antwort: In der Leitstelle des Krisendienstes nehmen sich die Mitarbeiter sehr viel Zeit, um das Problem am Telefon einzuordnen. Der größte Teil der Anrufer und Anruferinnen wird schon durch dieses erste Gespräch entlastet. Gemeinsam mit dem Anrufer werden mögliche unterstützende Angebote vor Ort geprüft. Weitere Hilfemöglichkeit bestehen durch Terminvermittlung zu Sozialpsychiatrischen Diensten und Psychiatrische Institutsambulanzen. Und zu guter Letzt gibt es für besondere Situationen die Möglichkeit, dass die Leitstelle mobile Einsatzteams zum Anrufer entsendet oder eine Beratung an einem neutralen Ort stattfindet. Die mobilen Einsatzteams haben werktags von 9 und 21 Uhr Rufbereitschaft, an Feiertagen und Wochenenden von 13 bis 21 Uhr. Dieses Angebot gibt es derzeit nur für Betroffene ab dem Alter von 16 Jahren.

 Frage: Was veranlasst die Anrufer, den Krisendienst in Anspruch zu nehmen?

Antwort: Das Spektrum ist groß. Es gibt Anrufer, die sich in einer seelischen Krise befinden und nicht mehr zu helfen wissen. Ebenso gibt es Anrufe aus dem sozialen Umfeld betroffener Menschen, die um Rat fragen. In jedem Fall werden die vorhandenen Ressourcen erfragt und miteinbezogen. Es wird erfragt, was in der Vergangenheit vielleicht schon mal hilfreich war und ob es bereits Kontakt zu professionellen Helfern vor Ort gibt. Mit diesem Wissen wird - gemeinsam mit dem Anrufer - ein weiteres Vorgehen geplant.

Vielen Dank für das Interview!

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