Donnerstag, 02 Februar 2017 08:01

Versorgungsnetzwerk: Pflegerische und palliative Notfallversorgung

201701 AGViele Bürgerinnen und Bürger kennen die Situation vom Erzählen oder eigenen Erleben: Die Pflege der Angehörigen ist alleine im Familienverbund nicht mehr zu stemmen, die Belastungsgrenze ist bereits erreicht. Die komplexe Situation aus Wünschen, Ängsten, medizinischem Bedarf und fachlicher Unterstützung stellt für jeden Einzelnen eine große, schwer zu fassende Herausforderung dar.

Häufig hängt es vom eigenen Engagement ab, wie gut diese Hürde genommen wird. Hilfreich ist eine Notfallmappe, die auf dem aktuellsten Stand ist, auch wird die Aufgabe durch eine Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht vereinfacht.

Damit in Zukunft die Versorgung im Landkreis nicht mehr vom Engagement des Einzelnen abhängt, hat sich die Arbeitsgruppe Gesundheitsversorgung die Aufgabe gestellt, ein Versorgungsnetzwerk für die pflegerische und palliative Notfallversorgung aufzubauen.

Was bedeutet vernetzte Versorgung?

Die Idee ist, die bis stark nebeneinander agierenden Versorgungsbereiche ambulant, stationär und Rehabilitation stärker zu verzahnen. Allgemeinmediziner, Fachärzte, Krankenhäuser, Pflegedienste, Vorsorge- und Reha-Kliniken sowie viele andere an der Versorgung der Patienten tätige Gesundheitsdienstleister schließen sich zu einem Versorgungsnetzwerk zusammen um die betroffenen Bürger vernetzt zu behandeln.

Diese Vorteile ergeben sich aus Sicht der Beteiligten:

  • Die Patientinnen und Patienten sind in eine organisierte Behandlungskette eingebunden, die ihnen die eigene, häufig mühsame Suche nach den richtigen Spezialisten abnimmt.
  • Die Behandlung erfolgt nach definierten Behandlungspfaden und auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens.
  • Teure Doppel- und Mehrfachuntersuchungen sowie unnötige Belastungen werden vermieden.
  • Eine enge Abstimmung der Leistungserbringer erhöht die Behandlungsqualität.
  • Die Übergänge von ambulanter, stationärer und rehabilitativer Versorgung sind besser koordiniert.
  • Vereinfachung der Bürokratie.


Pflegestützpunkt

Augenblicklich eruieren wir die Möglichkeit, als Ausgangsbasis ein Pflegestützpunkt im Landkreis zu etablieren. Er koordiniere dann auf Wunsch des Einzelnen das gesamte Leistungsspektrum für Pflegebedürftige. Er ermögliche eine effiziente Vernetzung aller Angebote in unserem Landkreis und soll helfen, Grenzen zwischen den Sozialleistungsträgern zu überwinden.

Bildunterschrift:

V.l.n.r.: Dr. Wolfgang Kircher, Apothekensprecher des Landkreise - Karin Sonnenstuhl, Palliativpflegefachkraft Klinikum Penzberg - Jenny Ott, Geschäftsstellenleitung Gesundheitsregion Plus - Gisela Klotz, Ambulanter Hospizdienst Bernried - Dr. Monika Panzer, Praxis für Strahlentherapie und Radioonkologie am Krankenhaus Weilheim - Dr. Johanna Schuster, Stellvertretende Vorsitzende des Ärztlicher Kreisverband Weilheim-Schongau - Sabrina Lodders, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns - Dr. Karl Breu, Leiter des Gesundheitsamtes - Alexander Wilke, Institut für evidenzbasiertes Gesundheits-& Versorgungsmanagement - Dr. Stefan Günther, Leiter des Sachgebietes Humanmedizin im Gesundheitsamt

 

 

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